Da gewinnt so ne kleine Süße im kleinen Schwarzen den Grand Prix und schon sind alle Probleme vergessen, die es in Deutschland gibt. Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsflaute, Bankenkrise dieses sich ständig wiederholende Talkshow-Mantra hat ausgedient. Friede,Freude,Eierkuchen. Völlig untergegangen in all der Trällerseligkeit ist, dass die gegenwärtige Bundesregierung gerade dran geht Sozialleistungen zu kürzen. Es wird diskutiert, dass Hartz 4- Empfänger statt an die kommunalen Gegebenheiten angepasste Mieterstattungen nur noch eine Mietpauschale erhalten sollen. Da werden später wohl nur noch Bruchbuden bezogen werden. Auch sind laut „Berlin direkt“(ZDF) Steuererhöhungen im Gespräch. Hoch und heilig wird versprochen, dass es keine Mehrwertsteuererhöhungen geben wird. Wer’s glaubt. Wenn erstmal die Begeisterung verflogen ist wird vielen bitter klar werden, dass nicht ganz Deutschland gewonnen hat, sondern Lena, Raab und einige mehr aus dem Musikbusiness.Mein Konto wird durch den Sieg der Lena auch nicht voller am Monatsende Brot und Spiele. Bei Lena ist es aber eher Rosinenbrot statt Vollkornbrot. Ich glaube nicht, dass sich der Mehltau, der sich über Merkelland gelegt hat, wieder lichtet.
Lenamanie
Mai 31, 2010Matze you can drive my car
Mai 21, 2010Der Präsident des Verbandes Der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann plädiert für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zum Klimaschutz. Der Gedanke hört sich auf den ersten Blick nicht so schlecht an. Doch selbst das viel naheliegendere Ziel der Reduzierung des Benzinverbrauchs von herkömmlichen KFZ ist der Automobilindustrie nicht geglückt. Wie wäre es, das Bestehende zu verbessern, statt nach den Sternen zu greifen? Ein 2-Liter Auto wäre doch was.Gab’s aber schon mit dem VW-Lupo meines Wissens. Die deutschen Kraftfahrer haben das mit dem 2-Liter-Auto wohl falsch verstanden; die hiesigen PKW-Käufer haben 2 Liter Hubraum verstanden und kaufen vorwiegend Mittelklassewagen. Mir kommt Wissmans Vorstoß vor wie alter Wein in neuen Schläuchen. Denn der Strom für die Elektroautos muss ja auch irgendwoher kommen-wahrscheinlich aus Biblis- Laufzeitverlängerung inklusive . Wenn man für die Junge Union zu alt ist, muss man wenigstens als dynamischer Lobbyist auftreten.
He worked hard for the money
Mai 15, 2010Worte können viel aussagen. Der Satz „Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen Augsburger Bischof Mixa hat sich nicht erhärtet“klingt zunächst einmal harmlos. Erhärtet dürftet sich nicht der Verdacht haben, sondern andere Körperteile vieler katholischer Priester in Heimen oder Leitern von Knabenchören. Da weckt das Wort „Hardcore“ plötzlich ganz andere Assoziationen beim Leser oder Hörer. Sehr bedenklich ist auch, dass der ehemalige Augsburger Bischof 2000 vom damaligen Papst Johannes Paul II zum katholischen Militärbischof der Bundeswehr ernannt wurde. Von wegen „Du sollst nicht töten“. Übrigens ist der Verdacht der Staatsanwaltschaft gegen Walter Mixa wegen körperlicher Züchtigung von Heimkindern während seiner 1975 begonnen Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen nicht fallengelassen worden. Diese Handlungen Mixas verstoßen gegen Artikel 1 des Grungesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und stellen so sie sich als bewiesen herausstellen als Körperverletzung im Sinne des Strafgesetzbuches dar. Die Ansichten Mixas legen eher den Verdacht nahe, er wäre in „Verschrobenhausen“ tätig gewesen. Der Vergleich von Holocaust und Abtreibungen hinkt ebenso wie seine Behauptung, Frauen würden durch die Familienpolitik der damaligen großen Koaltion zu Gebärmaschinen degradiert. Auch, dass er den Missbrauch von Kindern durch katholische Priester auf die “ sogenannte Sexuelle Revolution“ zurückführt ist hanebüchen. “ Mein Gott Walter!“, möchte man da laut ausrufen. Mixa ist wohl der zölibatäre Hormonstau zu Kopf gestiegen.
Erhärtet haben sich
Flasch Gordon
Mai 14, 2010Mein Anlagetipp für die jetzigen Krisenzeiten : Ich persönlich empfehle die Anlage in österreichischen „Stroh“-Rum. Der hat eine alkoholische Rendite von 80 Prozent. Nicht zu verachten ist auch „Der gute Pott“ mit 54 Prozent Alkohol. Diese Anlageform schätzen die Liberalen natürlich nicht so. Bei den NRW-Wahlen hat die FDP nicht nur im „Pott“, sondern in ganz NRW schlecht abgeschnitten, eben bei der „Pott-Wahl“. Den guten Pott haben aber die Münchner Bayern im Visier, nämlich den anstehenden DFB-Pokal.
Da die Deutschen Export-Weltmeister sind empfehle ich auch das Geld in diese Spielart des Gerstensaftes zu investieren, gibt immerhin ca.5,3-5,5 Prozent Gewinnmitnahme aus dem Getränkemarkt plus 8 Cent je Flasche Rauschdividende in Form von Flaschenpfand nach Verkostung des Hopfenblütentees. Das sind meine Pennystocks. Derivate wie Radler oder Diesel lehne ich ab. Das letztere trinke ich bis ich Colabier. Womit wir wieder beim Kollaps des internationalen Finanzparketts wären.
Payback-wir zahlen es den Griechen heim
Mai 3, 2010Fast ganz Griechenland streikt, doch Deutschland streikt zurück! Während Griechenlands Einwohner ihren Staat lahm legen, weigern sich die teutonischen Urlauber Griechenland einen Besuch abtzustatten. Während die Zahl der Urlaubsreisenden in andere Länder um knapp 2 Prozent steigt, verbringen sechs Prozent weniger Deutsche ihren Urlaub in Griechenland. Als wäre Grand Schmäh d’Eurovision und Deutschland würde“ Zero Points“ an Griechenland vergeben. Für ein Klagelied mit der Titelzeile „Hilfe wir sind in der Finanzkrise, holt uns hier raus“ . Und die Mehrzahl der Deutschen ist nicht bereit für die faulen griechischen Schmarotzer ( nach Lesart der „Bild-Zeitung“) Geld auszugeben.Da richtet man sich wohl nach der Sentenz des bulgarischen Börsengurus André Kostolany man solle schlechtes Geld nicht schlechtem hinterherwerfen. Lieber investiert man in grundsolide Inlandswerte wie Aktien der Commerzbank, Derivate, Zertifikate oder Kapitallebensversicherungen. Noch besser ist es zu riestern.Gerade die Leute, die die Riester- oder Rürup-Rente empfehlen profitieren davon .Walter Rürup selbst ist zur AWD gewechselt, einer Firma, die Riester- und Rürup-Rentenverträge unters Volk bringt. Lieber lege ich mein Geld in Flaschenbier an und habe hinterher wenigstens noch das Pfand. Das sind meine Pennystocks. Aber für die griechischen Bürger wird es hart mit Einkommenskürzungen und Steuererhöhungen die miteinem Minus von insgesamt 25 Prozent ins Kontor hauen. Noch schaut der Germane verächtlich auf die Misswirtschaft in Griechenland. Doch wenn Einkommenskürzungen im gleichen Ausmaß in Deutschland anstünden wäre das Gejammer groß.Besitzstände wie Zweitwagen, zwei bis drei Jahresurlaube 4 Handys und eine tolle Eigentumswohnung auf Pump stünden auf dem Prüfstand.Das dicke Ende wird kommen; Deutschlands öffentliche Hand steht mit 1,7 Billionen Euro in der Kreide, die Stabilitätsanforderungen der EU werden schon seit Jahren nicht erfüllt. Wer, wenn nicht der Steuerzahler wird für diese Malaise eines Tages finanziell aufkommen ? Doch es lebe die Solidarität ! Wir sitzen alle in einem Boot (Titanic). Nur dass die einen auf der Kommandobrücke stehen (Politiker) und die anderen (Otti Normalverbraucher) rudern gegen die Finanzströme. Es wird enden wie im Märchen: Wenn sie nicht gestorben sind, bezahlen sie noch heute….die kleinen Leute. Da bleibt nur der hessische Spruch : „Esst und trinkt so langs euch schmeckt, zwei Mal ist schon das Geld verreckt.“Oder das saarländische Motto : „Die Hauptsach gut gess und gut gschlaff.“
Zweierlei Maß
April 26, 2010Jetzt ist es raus: Die Bundesregierung will zur Rettung der maroden griechischen Staatsfinanzen 8,4 Milliarden Euro locker machen. Das klingt auf den ersten Blick viel. Sieht man diese Zahl jedoch im Vergleich zu den über 100 Milliarden Euro, die der deutsche Staat allein zur Rettung der Hypo Real Estate-Bank hingeblättert hat so drängt sich fast der „Peanuts“ Begriff des ehemaligen Deutsche Bank-Chefs Kopper auf. Auch die Rettung der deutschen Landesbanken hat einiges an Schotter gekostet, den man besser in die Reparatur des löchrigen Asphalts der Strassenbeläge gesteckt hätte.
Die Bild-Zeitung ist natürlich gleich zur Stelle und hetzt gegen die Zahlungsmoral des griechischen Staates. Der Grieche wird als Feindbild bemüht, um ja nicht vor der eigenen Haustüre kehren zu müssen.
Tatsache bleibt allerdings, dass die Griechen das wahre Ausmaß ihrer Verschuldung verheimlicht haben, als sie sich um die Aufnahme in die EU beworben haben. Kommt davon, wenn man nach dem Motto „Masse statt Klasse“ vorgeht. Und wenn es viele EU-Mitglieder gibt springen dann viel mehr Pöstchen raus. Nach dem Parkinsonschen Gesetz wuchert die EU Bürokratie immer mehr, bis man sich nur noch selbst verwaltet.Um diesen Verwaltungsapparat zu verkleinern hat man ausgerechnet Edmund Stoiber von deutscher Seite auserkoren. Es gilt das Motto des Weglobens. Noch vor einigen Jahren hätte man solche überqualifizierte Politiker unter Gewährung einer großzügigen „Buschzulage“ in den Osten der Republik geschickt, um einen Posten zu bekleiden bei dem nicht mehr viel Schaden angerichtet werden kann. Bei Stoiber gilt auch das „Zweierlei Mass“ im Hinblick auf das Oktoberfest, denn Stoiber trinkt dort statt Gerstensaft Kamillentee.
Die Dialektik des Krieges
April 20, 2010Laut Verteidigungsminister Guttenberg dürfen die Kampfhandlungen in Afghanistan umgangssprachlich als Krieg bezeichnet werden.Mir als linguistisch interessierten Menschen stellt sich die Frage, in welchem Dialekt nun Krieg ausgesprochen wird. Hessisch „Kriesch“, gibts dann in Frankfurt ein Kriescherdenkmal, ja in Afghanistan kriechen die deutschen Soldaten rum und bekriechen die Taliban. Oder sie robben rum; der scheidende Wehrbeauftragte heißt Robbe, heißen die von Guttenberg so dringend angeforderten Kampfhubschrauber samt Besatzung Robbe, Tobbe und das Fliewatüt oder was? Robben ist beim FC Bayern gut, aber nicht in Afghanistan.
Niedere Mathematik
April 19, 2010Guido Westerwelle hat in einem Interview verkündet, dass die FDP bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Ergebnis von 10 Prozent plus X anstrebt. Das erinnert doch fatal an die Vorgaben eines gewissen Franz Josef Strauß zum Abschneiden der CSU bei den Landtagswahlen in Bayern. Damals sprach dieser von 55 Prozent Plus X oder 60 Prozent plus X. Aktuell steht die CSU eher bei 30 Prozent plus X in Bayern. Oder bei 40 Prozent minus X. Westerwelle hat in seiner Rechnung aber nicht bedacht, dass X auch einen negativen Wert annehmen kann.Also können bei den angestrebten 10 Prozent plus X auch 7 oder 8 Prozent hinten raus kommen. Und das ist auch laut Steinaltkanzler Helmut Kohl das Wichtigste.
Ashes to ashes
April 17, 2010Island schickt eine Katastrophe biblischen Ausmasses über Europa. Der Ascheregen ist eine von 7 Plagen, ich meine Plagen und nicht die sieben Blagen von Arbeitsministerin von der Leyen. Dass Island Asche in solcher Form zum Festland zurückschickt, war nicht so gedacht. Eigentlich war gemeint, dass Island Banknoten zur Begleichung seiner Schulden sendet und nicht außer der Finanzwelt noch den Flugverkehr lahmlegt.
Gesundheit!
April 6, 2010Unser Bundesgesundheitsminister Hatschi! Halef Rösler hat wieder genießt. Natürlich hat er kein Taschentuch benutzt. Somit besteht höchste Ansteckungsgefahr wegen Tröpfcheninfektion. Da stimmt der Werbeslogan „Tröpje for Tröpje Qualitait“ eben nicht. Vielmehr verbreitet der Minister den Virus der hochansteckenden „Hyperactivia Liberaliensis“, die erstmals bei Außenminister Westerwelle festgestellt wurde. Angesichts sinkender Umfragewerte für die blau-gelben gilt es um jeden Preis mediale Aufmerksamkeit auf die FDP zu lenken.Nach dem revolutionären Vorschlag, die exorbitanten Ausgaben für Medikamente zu begrenzen, tritt Rösler wieder ins Rampenlicht. Diesmal plädiert er dafür, das Medizinstudium auch Schulabsolventen mit nicht so herausragenden Abiturnoten zu ermöglichen. Der Gedanke ist per se gar nicht so schlecht. Wie bei jedem anderen Metier auch ergibt sich die Eignung für den Arztberuf aus der Praxis Mir drängt sich aber der Verdacht auf, dass es Rösler in Wirklichkeit gar nicht um die Sache geht, sondern lediglich darum, seinen Namen in den einschlägigen Gazetten zu lesen. Rösler erscheint mir wie diese Streber in der Schule, die den Arm heben und sich laut mit den Fingern schnippend bei der Beantwortung einer Frage des Lehrers in den Vordergrund spielen wollen. Es gilt nicht die Parole „Keine Atempause, Politik wird gemacht, es geht voran“.Sondern „Rückwärts die Rösler traben“heißt das Motto. Ein Ackergaul ist nun mal kein Rennpferd. Rösler wird nie
Galopper des Jahres, obwohl seine Aussagen zuweilen hochtrabend sind.