Die Hessenwahl hat so einiges gezeigt:
1) Trotz Westerwelle und einer starken FDP war es keine Blauwahl, denn der Wähler war nur auf einem Auge blauäugig(mit dem zweiten sieht man besser).
2) Koch hat gewonnen! Und zwar der SPD-Mann Patrick Koch ein Direktmandat gegen Silke Lautenschläger.
3) Die Grünen haben 1/4 derWähler eingebüsst, deshalb haben sie nur einen Klein-Wazir
4) Der Wahl-Rep der „Fanatischen Zwei“ NPD und Republikaner war kaum zu vernehmen (was die potentiellen Repper wohl gewählt haben ?)
5) Ups,äh Ypsilanti hat ihren Schluckauf besiegt und das zweitschlechteste SPD-Ergebnis in Hessen eingefahren, was aber wie ein großer Sieg gefeiert wird(im Vergleich zur letzten Wahl-Basiseffekt?).Unter Dachlatten-Börner hatte die SPD noch um die 40 Prozent der Stimmen.
6) Härte (Roland Koch) hilft nichts, aber auch Milde führt nicht zum Erfolg (Gottfried Milde,CDU, verlor die Direktwahl).
7) Roland Koch wurde brutalstmöglichst abgestraft; seine Vorschlaghammermethoden mit der Plakataktion „Wählt nicht Ypsilanti, Al Wazir und Kommunisten“ hat einerseits zu einer Trotz(kistischen)-Reaktion geführt(5,1% Linksparteiwähler), andererseits haben die potentiellen Grün-Wähler Koch gehorcht und die Grünen abgestraft, vielleicht wegen der zu geringen Phonstärke der Grünen-Revival-Band um den reanimierten Wahlkämpfer und Polit(Alt) Rock’n-Roller Joschka Fischer.
Bei der Alten-Partei verbreitete sich das Grauen , der Spendenskandal um Trude Unruh war nur im Suff zu ertragen, deshalb landeten die „Grauen Panther“(hoffentlich nehmen sich die Homosexuellen diese Namensgebung für eine eventuelle Parteigründung nicht zum Vorbild) im Promillebereich, nämlich draußen(seit 1.1.08 ist in Hessen das Saufen nur außerhalb geschlossener Wahllokale erlaubt).
9) Die Piratenpartei gewann zum Trost den Enterprise
10) Die Freien Wähler waren fast wählerfrei
11) Roland Koch wurde von 36,8% der zur Wahl gegangenen Hessen gewählt. 66,5 % der Wahlberechtigten gingen zur Wahl. Summa summarum wurde Koch von 24,47 Prozent der wahlberechtigten Hessen gewählt, also der schweigenden Minderheit. Das Jahr der Mathematik hinterlässt erste Spuren.