Jetzt ist es raus: Die Bundesregierung will zur Rettung der maroden griechischen Staatsfinanzen 8,4 Milliarden Euro locker machen. Das klingt auf den ersten Blick viel. Sieht man diese Zahl jedoch im Vergleich zu den über 100 Milliarden Euro, die der deutsche Staat allein zur Rettung der Hypo Real Estate-Bank hingeblättert hat so drängt sich fast der “Peanuts” Begriff des ehemaligen Deutsche Bank-Chefs Kopper auf. Auch die Rettung der deutschen Landesbanken hat einiges an Schotter gekostet, den man besser in die Reparatur des löchrigen Asphalts der Strassenbeläge gesteckt hätte.
Die Bild-Zeitung ist natürlich gleich zur Stelle und hetzt gegen die Zahlungsmoral des griechischen Staates. Der Grieche wird als Feindbild bemüht, um ja nicht vor der eigenen Haustüre kehren zu müssen.
Tatsache bleibt allerdings, dass die Griechen das wahre Ausmaß ihrer Verschuldung verheimlicht haben, als sie sich um die Aufnahme in die EU beworben haben. Kommt davon, wenn man nach dem Motto “Masse statt Klasse” vorgeht. Und wenn es viele EU-Mitglieder gibt springen dann viel mehr Pöstchen raus. Nach dem Parkinsonschen Gesetz wuchert die EU Bürokratie immer mehr, bis man sich nur noch selbst verwaltet.Um diesen Verwaltungsapparat zu verkleinern hat man ausgerechnet Edmund Stoiber von deutscher Seite auserkoren. Es gilt das Motto des Weglobens. Noch vor einigen Jahren hätte man solche überqualifizierte Politiker unter Gewährung einer großzügigen “Buschzulage” in den Osten der Republik geschickt, um einen Posten zu bekleiden bei dem nicht mehr viel Schaden angerichtet werden kann. Bei Stoiber gilt auch das “Zweierlei Mass” im Hinblick auf das Oktoberfest, denn Stoiber trinkt dort statt Gerstensaft Kamillentee.
April 30, 2010 um 12:57 pm |
Hallo Frank!
Danke für Deinen neuen Blogeintrag zum Thema Griechenland.
Gestern stand in der Bildzeitung “rettet unser Geld” und “Die Euro Krise noch viel dramatischer”. Angesichts solch angsttreibender Schlagzeilen darf nicht wundern, wenn die Abstumpfung immer weiter voranschreitet.
Im Darmstädter Echo war gestern, Donnerstag bereits von 25 Milliarden die Rede, die der deutsche Staat als Rettungshilfe den Griechen zur Finanzierung ihres Lochs zur Verfügung stellt.
Doch was ist das schon für ein Betrag angesichts der Tatsache, dass der Staat den Banken das Geld leiht, um sie vor einer Pleite zu bewahren, und sich hinterher wieder von ihnen leiht, um noch eins auf die Staatsverschuldung obendrauf zu setzen!?
Allerdings ist die Gewährung dieser Summe an den griechischen Staat noch nicht durch den Bundestag. Ein bekannter SPD Politiker will erst Gesetze sehen, die den Oberzockern an den Börsen das Handwerk legt.
Wird schwer schätze ich, vor allem, wenn man daran denkt, dass die Oberzocker in der Bank um die Ecke zu finden sind.
Auch wenn das nicht jeder gleich auf den ersten Blick sieht.
Doch wer dem glaubt, was ihm auf den ersten Augenschein plausibel scheint, der ist selbst dran Schuld. Leben wir doch in einer Schein-Welt, in der der gute Schein doch häufig kräftig trügt.
So long, Frank